Pico-Insel-Reiseführer

Geschichte, Mythen und Wissenschaft von Pico und dem Azoren-Dreieck

Eine quellenbasierte Reise durch Vulkane, Besiedlung, Wein, Walfang und die wissenschaftliche Beleglage hinter bekannten Azoren-Erzählungen.

Vulkanische Küstenlandschaft der Insel Pico auf den Azoren
Picos Landschaft verbindet Geologie, Küstenorte und jahrhundertelange menschliche Anpassung. Illustration: Ruben JC Furtado; José Luís Ávila Silveira / Pedro Noronha e Costa; KI-gestützte Bearbeitung durch Atlantic Heritage · © 2027 Atlantic Heritage Unipessoal Lda — alle Rechte vorbehalten · KI-gestützte Bleistift- und Aquarellbearbeitung auf Grundlage separat ausgewiesener gemeinfreier Pico-Quellfotografien; Atmosphäre und Bildaufbau wurden verändert.

Kurzantwort

Pico ist zugleich ein junges Vulkanland und eine über Jahrhunderte geprägte Kulturlandschaft. Die portugiesische Kenntnis der Azoren lässt sich im 15. Jahrhundert sicher fassen: Eine offizielle Zeitleiste nennt 1427 als wahrscheinliches Jahr der Sichtung erster Inseln und 1439 als Jahr der königlichen Genehmigung zur Besiedlung. Auf Pico gab es vermutlich schon um die Mitte des Jahrhunderts Vieh und kleine Siedlungsansätze; die dauerhafte, organisierte Besiedlung gewann jedoch vor allem ab den 1480er-Jahren an Fahrt.

Wichtig ist eine begriffliche Trennung. Das touristische Inseldreieck besteht aus Pico, Faial und São Jorge. Das geologische Azoren-Triple-Junction-System bezeichnet dagegen den komplexen Bereich, in dem sich die Nordamerikanische, Eurasische und Nubische Platte begegnen. Es ist kein einzelner Punkt, den man auf einer Fährfahrt überqueren oder vom Gipfel aus sehen könnte.

Zeitleiste: von den portugiesischen Aufzeichnungen bis zum UNESCO-Welterbe

  • 1427: Nach der offiziellen Zeitleiste von Visit Azores wurden wahrscheinlich erste Inseln des Archipels von Diogo de Silves gesichtet. Das Datum sollte als wahrscheinliche portugiesische Erfassung, nicht als lückenlos belegter „Entdeckungstag“ aller neun Inseln verstanden werden.
  • 1439: Eine königliche Verfügung autorisierte die Besiedlung der damals bekannten sieben Inseln. Damit beginnt die dokumentierte politische Organisation der Kolonisierung.
  • Mitte des 15. Jahrhunderts bis 1480er-Jahre: Offizielle regionale Darstellungen setzen Viehhaltung und erste Siedlungsansätze auf Pico teils um 1460 an. Historische Inventare sehen den entscheidenden Schub der organisierten Besiedlung in den 1480er-Jahren, als Pico enger mit der Hauptmannschaft Faial verbunden wurde. Beide Angaben lassen sich vereinbaren: frühe Nutzung zuerst, dauerhaftes Bevölkerungswachstum später.
  • 1562–1564: Eine Eruptionsphase entlang des östlichen bis zentralen Spaltensystems ließ Lavaströme bis an die Nordküste gelangen. Sie gehört zu den historischen Ausbrüchen, die Picos Landschaft bis heute lesbar machen.
  • 1718: Eruptionen an nordnordwestlichen und südöstlichen Spalten erzeugten Lavaströme, die sowohl die Nord- als auch die Südküste erreichten.
  • 1720: Eine weitere Spalteneruption im Südosten schickte Lava bis zum Meer. Dies ist Picos jüngste bestätigte subaerische Eruption im Smithsonian-Verzeichnis.
  • 15. bis 19. Jahrhundert – Landwirtschaft und Wein: Weizen und Färberwaid gehörten zu frühen Erwerbszweigen. Der Weinbau entwickelte sich zu einer prägenden Exportwirtschaft. Seine schwarzen Trockenmauern schützten die Reben vor Wind und Salz; im 19. Jahrhundert folgten auf eine Hochphase Pflanzenkrankheiten, wirtschaftlicher Rückgang und Abwanderung.
  • Spätes 18. bis 20. Jahrhundert – Walfang: Amerikanische Walfänger beeinflussten Pico seit dem späten 18. Jahrhundert. Die Jagd auf Pottwale wurde für ungefähr anderthalb Jahrhunderte wirtschaftlich und kulturell bedeutend. Heute erzählen Museen, ehemalige Bootshäuser und Aussichtsposten diese Geschichte, während die lebenden Tiere im Mittelpunkt verantwortungsvoller Walbeobachtung stehen.
  • 1957–1958: Nicht auf Pico, sondern auf dem benachbarten Faial entstand bei der Capelinhos-Eruption zunächst vor der Küste ein Vulkan. Der neue Kegel verband sich mit der Insel und vergrößerte sie. Das Ereignis zeigt im Inseldreieck besonders anschaulich, dass Landschaft hier nicht nur Vergangenheit ist.
  • 1976: Mit der portugiesischen Verfassung und den ersten regionalen Institutionen wurde die Autonome Region der Azoren politisch verankert. Das Regionalparlament wurde am 27. Juni gewählt; die erste Regionalregierung trat am 8. September ihr Amt an.
  • 2004: Die UNESCO nahm die Landschaft der Weinkultur auf Pico in die Welterbeliste auf. Das geschützte Gebiet umfasst 987 Hektar, umgeben von einer 1.924 Hektar großen Pufferzone.
Vulkanische Küste und Ortschaft auf der Insel Pico
Lage, Geschichte und Geologie gehören zum Reiseerlebnis auf Pico. Illustration: Vitor Oliveira; KI-gestützte Bearbeitung durch Atlantic Heritage · CC BY-SA 2.0 · KI-gestützte Bleistift- und Aquarellbearbeitung; Blickwinkel, Wetter, Farbwärme und umgebende redaktionelle Details wurden verändert.

Zwei „Dreiecke“, die nicht verwechselt werden sollten

Im Reisealltag meint das Azoren-Dreieck die drei Inseln Pico, Faial und São Jorge. Ihre Häfen, Sichtachsen und kurzen bis saisonal unterschiedlichen Fährverbindungen machen sie zu einer gemeinsamen Reiseregion. Madalena auf Pico liegt Horta auf Faial direkt gegenüber; São Jorge bildet mit seinen lang gestreckten Höhenzügen und Fajãs den dritten, landschaftlich eigenständigen Pol.

In der Geologie meint die Azoren-Triple-Junction das Zusammentreffen der Nordamerikanischen, Eurasischen und Nubischen Platte. Westlich dominiert der Mittelatlantische Rücken. Östlich davon verteilt sich die Deformation auf mehrere Störungen und vulkanisch aktive Zonen. Facharbeiten beschreiben deshalb eine breite, diffuse Grenzregion und keine saubere Y-förmige Naht.

Für die Bewegung der Eurasischen Platte relativ zur Nubischen Platte werden in einer Arbeit der Universität der Azoren etwa 4,2 bis 4,8 Millimeter pro Jahr angegeben; eine neuere GPS-Auswertung liegt mit 4,6 ± 0,3 Millimetern pro Jahr im selben Bereich. Diese Rate beschreibt relative Plattenbewegung im regionalen System. Sie bedeutet nicht, dass Pico und eine Nachbarinsel jedes Jahr um genau diesen Betrag auseinanderdriften.

Drei Inseln, drei unterschiedliche Vulkanlandschaften

Pico: hoher Zentralvulkan und historische Spalteneruptionen

Der Pico ist ein überwiegend basaltischer Schichtvulkan. Sein Gipfel erreicht 2.351 Meter über dem Meeresspiegel und ist damit der höchste Punkt Portugals. Der Hauptkegel steht am Westende einer rund 46 Kilometer langen Insel; im Osten schließt sich ein von Vulkankegeln und Spalten geprägtes Hochland an. Die historischen Ausbrüche von 1562–1564, 1718 und 1720 gingen nicht einfach aus dem Gipfelkrater hervor, sondern aus Flankenspalten. Das erklärt, warum junge Lavafelder weit vom Gipfel entfernt bis an die Küste reichen.

Faial: Caldera und das junge Land von Capelinhos

Faial wird von einem zusammengesetzten Zentralvulkan mit einer etwa zwei Kilometer breiten und rund 400 Meter tiefen Gipfelcaldera geprägt. Westlich davon liegt eine basaltische Halbinsel, die durch Spalteneruptionen aufgebaut wurde. Bei Capelinhos begann am 27. September 1957 eine submarine Eruption; bis zum 24. Oktober 1958 entstand daraus neues Land, das mit Faial verschmolz. Wind und Brandung formen diese lockeren Ablagerungen bis heute weiter.

São Jorge: eine lange Insel aus Spalten und Küstenplattformen

São Jorge ist etwa 55 Kilometer lang, aber nur rund 6,5 Kilometer breit. Die Insel wurde überwiegend durch basaltische Aktivität entlang von Spalten aufgebaut. Historisch dokumentierte Eruptionen fanden 1580 und 1808 statt. Berühmt sind die Fajãs, flache Küstenbereiche unter steilen Klippen. Manche entstanden aus Lava, andere durch Rutschungen und Ablagerungen; „Fajã“ bezeichnet also eine Geländeform, nicht nur einen einzigen Entstehungsprozess.

Wie Menschen die Vulkanlandschaft nutzbar machten

Picos Geschichte ist nicht nur die Geschichte von Ausbrüchen. Frühe Siedler bauten unter schwierigen Bedingungen Weizen und Färberwaid an, hielten Vieh, fischten und entwickelten den Weinbau. Besonders im Westen der Insel wurden lose Basaltsteine zu einem dichten Netz aus Trockenmauern gesetzt. Die kleinen Parzellen, currais genannt, schaffen ein wärmeres Mikroklima und schützen Reben vor Atlantikwind und salzhaltiger Gischt.

Madalena und Horta waren über den Kanal hinweg wirtschaftlich eng verbunden. Pico erzeugte Wein; Faials Hafen öffnete Handelswege in den Atlantik. Später verband der Walfang lokale Mannschaften mit einer internationalen Seefahrtswelt. Diese Wirtschaftszweige verliefen in Zyklen: Wachstum, Krisen, Abwanderung und Neuerfindung. Die heutige Weinrenaissance und die Pflege der UNESCO-Landschaft sind deshalb keine unveränderte Fortsetzung der Vergangenheit, sondern eine bewusste Wiederbelebung historischen Wissens.

Die Autonomie von 1976 schuf den heutigen regionalen politischen Rahmen. Entscheidungen über Kultur, Raumplanung, Tourismus und Naturschutz werden seither in wesentlichen Bereichen von Institutionen der Autonomen Region der Azoren mitgetragen.

Mythos und Beleglage

Mythos: „Die Azoren sind die versunkene Atlantis-Kultur“

Beleglage: Die Verbindung zu Atlantis gehört seit Langem zur Erzähl- und Bildwelt der Azoren. Sie ist kulturgeschichtlich interessant, aber kein archäologischer Nachweis. Die Vulkaninseln lassen sich durch Plattentektonik, Magmenaufstieg, Eruptionen, Erosion und Meeresspiegelschwankungen erklären. Es gibt keinen wissenschaftlichen Konsens und keinen anerkannten Fund, der die heutigen Azoren als Überrest von Platons Atlantis identifiziert.

Mythos: „Pico ist der höchste Vulkan der Welt“

Beleglage: Pico ist mit 2.351 Metern der höchste Berg Portugals. Rechnet man den untermeerischen Sockel mit, ist das vulkanische Bauwerk wesentlich größer als sein sichtbarer Teil. „Höchster“ oder „größter Vulkan“ hängt jedoch davon ab, ob vom Meeresspiegel, vom Meeresboden, vom Volumen oder von einer anderen Bezugsgröße gemessen wird. Eine pauschale Weltrekord-Aussage ist daher nicht belastbar. Die präzise Formulierung lautet: Pico ist Portugals höchster Punkt und ein sehr großer ozeanischer Vulkan, der mehrere Kilometer vom Meeresboden aufragt.

Redewendung: „Auf den Azoren erlebt man vier Jahreszeiten an einem Tag“

Beleglage: Das ist eine anschauliche Reiseformel, keine meteorologische Messgröße. Im milden maritimen Klima können Wolken, Sonne, Wind und Schauer rasch wechseln. Höhe, Exposition und Inselseite sorgen zusätzlich für lokale Unterschiede. Daraus folgen praktische Konsequenzen: leichte Regen- und Wärmeschichten mitnehmen, Berg- und Bootsbedingungen am selben Tag prüfen und Alternativpläne offenhalten.

Debatte: „Nordmänner besiedelten die Azoren lange vor den Portugiesen“

Beleglage: Eine 2021 veröffentlichte PNAS-Studie deutete mehrere Indikatoren aus Seesedimenten als menschliche Einwirkung zwischen etwa 700 und 850 n. Chr. und diskutierte eine mögliche frühe Besiedlung. Genetische Studien an Hausmäusen enthalten ebenfalls interessante Verbindungen zu nordeuropäischen Linien. Beides ist jedoch kein direkter Nachweis einer dauerhaft bewohnten nordischen Siedlung auf Pico oder im gesamten Archipel.

Eine 2022 in PNAS veröffentlichte fachliche Erwiderung stellte die Reichweite und Eindeutigkeit der Umweltindikatoren infrage und forderte zusätzliche archäologische und multidisziplinäre Belege. Der faire Forschungsstand lautet deshalb: Eine vorportugiesische Anwesenheit ist eine ernsthaft untersuchte Möglichkeit; Zeitpunkt, Ausmaß, Dauer und Identität möglicher Besucher sind umstritten. „Vorportugiesisch“ darf nicht automatisch mit „nordisch“ oder mit einer dauerhaften Kolonie gleichgesetzt werden.

Was Reisende in der Landschaft lesen können

Wer Pico, Faial und São Jorge besucht, sieht Geologie und Geschichte am besten zusammen:

  • In Criação Velha sind die schwarzen Mauern nicht bloß ein hübscher Vordergrund, sondern eine über Generationen entwickelte Antwort auf Lava, Wind und Salz. Bleiben Sie auf den ausgewiesenen Wegen und versetzen Sie keine Steine.
  • Auf Pico zeigen die Lavafelder an verschiedenen Küstenabschnitten, dass historische Eruptionen häufig aus Spalten an den Flanken kamen. Der Gipfel ist nur ein Teil des Vulkansystems.
  • In Capelinhos liegt eine Landschaft aus den Jahren 1957–1958 offen vor Ihnen. Die fortschreitende Erosion ist Teil ihrer Geschichte, nicht mangelnde Pflege.
  • Auf São Jorge helfen die Fajãs zu verstehen, wie Vulkanbau, Kliffabbruch, Rutschungen und das Meer gemeinsam Küsten formen.
  • Museen zu Wein und Walfang erklären, warum Häuser, Häfen, Lagerräume und Aussichtsposten dort stehen, wo sie stehen. Sie machen aus einer schönen Landschaft eine lesbare Kulturlandschaft.

Vulkanische Herkunft bedeutet nicht, dass sich ein Ausbruch für eine bestimmte Reise vorhersagen lässt. Prüfen Sie vor Bergtouren, Fährfahrten und Wanderungen immer die aktuellen Hinweise der zuständigen Stellen und lokalen Betreiber. Wetter- und Sicherheitsinformationen sind zeitabhängig; die historische und geologische Einordnung dieses Artikels ersetzt keine aktuelle Warnmeldung.

Pico, Faial und São Jorge: das Azoren-Dreieck

Inselumrisse und relative Positionen wurden in einem projizierten Koordinatensystem abgeleitet, sodass ihre räumliche Beziehung erhalten bleibt. Hafenpunkte dienen nur zur ungefähren Orientierung; gestrichelte Linien erklären Verbindungen zwischen den Inseln und bilden keine aktuelle Fährroute ab.

Projizierte Karte mit den lagegetreuen relativen Positionen von Pico, Faial und São Jorge sowie ungefähren Hafenpunkten und illustrativen gestrichelten Inselverbindungen
Die drei Inseln bilden in der Zentralgruppe der Azoren ein geografisches und kulturelles Dreieck, verbunden durch kurze, aber voll atlantische Seepassagen.

Der Pico über und unter dem Atlantik

Schematischer Querschnitt des Pico vom 2.351 m hohen Gipfel bis zum umgebenden Meeresboden, mit etwa 3.500 m Gesamtrelief des Vulkangebäudes und einem abgeleiteten untermeerischen Anteil von rund 1.149 m.
Der Pico ist mehr als der über dem Atlantik sichtbare Berg: Das Vulkangebäude setzt sich unter dem Meeresspiegel fort. Die Nummern verweisen auf die Legende.
  1. Piquinho-Gipfel — 2.351 m über dem mittleren Meeresspiegel.
  2. Heutiger Gipfelkrater — etwa 2.250 m; rund 550 m mittlerer Durchmesser und fumarolische Aktivität.
  3. Fossiler Krater — etwa 2.050 m; Zeugnis einer früheren Aufbauphase.
  4. Vulkangebäude — durch Hunderte basaltische Eruptionen aufgebaut.
  5. Mittlerer Meeresspiegel — Bezugshöhe 0 m.
  6. Abgeleiteter untermeerischer Anteil — etwa 1.149 m unter dem Meeresspiegel, berechnet als 3.500 − 2.351.
  7. Gesamtrelief des Vulkangebäudes — etwa 3.500 m vom umgebenden Meeresboden bis zum Gipfel.
  8. Umgebender Meeresboden — vereinfachte Linie; die tatsächliche Bathymetrie ist unregelmäßig.

Entdeckung und Besiedlung der Insel Pico

Portugiesische Seefahrer kannten die Azoren im 15. Jahrhundert. Pico gilt allgemein als eine der letzten Inseln der Zentralgruppe, die in portugiesischer Zeit besiedelt wurden, vor allem ab den 1480er-Jahren. 2021 veröffentlichte Umweltdaten deuten auf möglichen menschlichen Einfluss Jahrhunderte zuvor hin, benennen jedoch bislang weder ein bestimmtes Volk noch belegen sie eine dauerhafte Kolonie.

Warme Bleistift-Aquarell-Szene eines Segelschiffs aus dem 15. Jahrhundert bei der Annäherung an Pico, mit Vermessungsinstrumenten und einer frühen Küstensiedlung
Picos dokumentierte portugiesische Geschichte beginnt mit Erkundung und Besiedlung im 15. Jahrhundert; möglicher früherer menschlicher Einfluss bleibt Gegenstand wissenschaftlicher Forschung.

Bildnachweis: KI-unterstützte redaktionelle Illustration von Atlantic Heritage, © 2027 Atlantic Heritage Unipessoal Lda. Redaktionsteam von Atlantic Heritage · © 2027 Atlantic Heritage Unipessoal Lda — alle Rechte vorbehalten · KI-gestützte redaktionelle Illustration; interpretative Darstellung, während Faktenbeschriftungen und Daten separat aus den zitierten Quellen stammen.

Belege und Quellen: Historische Chronologie des Azoren-Geoparks und die 2021 in PNAS veröffentlichte Multiproxy-Studie zur Besiedlung, beide in diesem Guide zitiert.

Die KI-unterstützten redaktionellen Illustrationen sind interpretierend. Sachangaben, Datierungen und Datensätze folgen den zitierten Quellen; die Bilder sind keine taxonomische, kartografische oder navigatorische Referenz.

Pico in historischen Karten lesen

Historische Karten zeigen, wie Pico und die Azoren zu ihrer Zeit beschrieben wurden; sie ersetzen keine modernen Geodaten. Küstenlinien, Beschriftungen und Unvollkommenheiten bleiben im Original erhalten. Jedes Bild sollte Datum, Kartograf, bewahrende Sammlung und Nutzungsstatus nennen.

Frühe Karte der Azoren mit Pico und den Nachbarinseln, zeitgenössischen Küstenlinien, Beschriftungen und Kompassornamenten — 1584 · Açores Insulae
1584 · Açores InsulaeHistorische Seekarte – nicht zur Navigation verwenden.Luís Teixeira; published by Abraham Ortelius (1584) · Gemeinfrei · Originalkartografie und Beschriftungen beibehalten; nur Größe angepasst und komprimiert.
Frühe Karte der Azoren mit Pico und den Nachbarinseln, zeitgenössischen Küstenlinien, Beschriftungen und Kompassornamenten — 1849 · Fayal, Pico and San Jorge — Admiralty Chart No. 1855
1849 · Fayal, Pico and San Jorge — Admiralty Chart No. 1855Historische Seekarte – nicht zur Navigation verwenden.Capt. A. T. E. Vidal, Royal Navy; British Admiralty (surveyed 1844, published 1849) · Gemeinfrei · Originalkartografie und Beschriftungen beibehalten; nur Größe angepasst und komprimiert.

Alte Karten bewahren den Wandel des Wissens über die Inseln – ebenso wie die Grenzen und Fehler ihrer Urheber.

Bildnachweis: Der ursprüngliche Kartograf und die bewahrende Institution werden bei jeder Karte genannt; Kartografie und Beschriftungen werden nicht mit KI verändert.

Belege und Quellen: Gemeinfreier Bestandsnachweis der zitierten Bibliothek, des Archivs oder der Wikimedia-Commons-Dateiseite.

Segeln im Azoren-Dreieck

Kurze Überfahrten verbinden die drei Inseln geografisch und kulturell und transportieren Menschen, Waren und Ideen durch die Zentralgruppe. Ihre scheinbare Nähe darf nicht über atlantischen Wind, Seegang und rasch wechselnde Sicht hinwegtäuschen: Route und Bedingungen müssen stets anhand aktueller maritimer Informationen geprüft werden.

Ein einzelnes Segelboot überquert bei warmem Abendlicht den Faial–Pico-Kanal, dahinter erhebt sich der Pico
Die Kanäle zwischen Pico, Faial und São Jorge sind seit Langem Arbeitswege auf See und zugleich eindrucksvolle Segelpassagen.

Bildnachweis: KI-unterstützte redaktionelle Illustration von Atlantic Heritage, © 2027 Atlantic Heritage Unipessoal Lda. Redaktionsteam von Atlantic Heritage · © 2027 Atlantic Heritage Unipessoal Lda — alle Rechte vorbehalten · KI-gestützte redaktionelle Illustration; interpretative Darstellung, während Faktenbeschriftungen und Daten separat aus den zitierten Quellen stammen.

Belege und Quellen: Inselgeografie, amtliche hydrographische Informationen und die in diesem Guide zitierten historischen Quellen.

Die KI-unterstützten redaktionellen Illustrationen sind interpretierend. Sachangaben, Datierungen und Datensätze folgen den zitierten Quellen; die Bilder sind keine taxonomische, kartografische oder navigatorische Referenz.

Vom Walfang zur Walbeobachtung

Der küstennahe Walfang erreichte Faial 1851 und Lajes do Pico 1867 und wurde zu einem schwierigen Teil von Lebensunterhalt und Inselidentität. 1987 wurde auf den Azoren der letzte Pottwal getötet; 1989 begann in Lajes die organisierte Walbeobachtung. Museen, Boote und Ausguckposten bewahren diese Menschheitsgeschichte, ohne das Töten der Wale zu verklären.

Traditionelles Pico-Walboot unter Segel und Riemen bei Sonnenuntergang, mit der fernen Blaswolke eines Pottwals und ohne Jagdszene
Fertigkeiten aus dem küstennahen Walfang wurden später für Forschung, Kulturerbe und nichttödliche Walbeobachtung genutzt.

Bildnachweis: KI-unterstützte redaktionelle Illustration von Atlantic Heritage, © 2027 Atlantic Heritage Unipessoal Lda. Redaktionsteam von Atlantic Heritage · © 2027 Atlantic Heritage Unipessoal Lda — alle Rechte vorbehalten · KI-gestützte redaktionelle Illustration; interpretative Darstellung, während Faktenbeschriftungen und Daten separat aus den zitierten Quellen stammen.

Belege und Quellen: Internationale Walfangkommission, Walfangmuseen auf Pico und in diesem Guide zitierte Unterlagen der Kulturwege der Azoren.

Die KI-unterstützten redaktionellen Illustrationen sind interpretierend. Sachangaben, Datierungen und Datensätze folgen den zitierten Quellen; die Bilder sind keine taxonomische, kartografische oder navigatorische Referenz.

Schiffe und Konflikte in den Gewässern des Dreiecks

Die Zentralgruppe lag an atlantischen Routen von Handelsschiffen, Freibeutern und Seestreitkräften. Diese Auswahl zeigt drei gut dokumentierte Begegnungen im oder nahe dem Faial–Pico-Kanal. Die Ortsangaben sind bewusst vorsichtig; die Bilder sind atmosphärische Rekonstruktionen und keine Karten taktischer Positionen.

  1. Der Untergang der Cinco Chagas

    Portugiesische Karacke Cinco Chagas 1594 unter Angriff in Gewässern südlich des Faial–Pico-Kanals, als zurückhaltende historische Rekonstruktion
    1594 kämpften englische Schiffe in den Gewässern südlich des Faial–Pico-Kanals gegen die portugiesische Karacke Cinco Chagas; das Schiff verbrannte unter katastrophalen Verlusten.

    Das Ereignis ist durch seinen Ort auf See mit dem Dreieck verbunden, nicht durch einen nachgewiesenen Landkampf auf Pico. Die genauen Schiffspositionen im Bild sind interpretierend.

  2. Die General Armstrong in Horta

    Amerikanische Freibeuterbrigg General Armstrong 1814 vor britischen Marinebooten im Hafen von Horta, Pico jenseits des Kanals sichtbar
    Das Gefecht der General Armstrong fand 1814 im Hafen von Horta auf Faial statt, in Sichtweite Picos auf der anderen Seite des Kanals.

    Es gehört zum gemeinsamen maritimen Umfeld des Dreiecks, war aber keine auf Pico ausgetragene Schlacht.

  3. U-581 im Faial–Pico-Kanal

    Interpretative Unterwasserrekonstruktion des deutschen U-Boots U-581 in Bleistift und Aquarell unter dem Faial–Pico-Kanal, mit Pico über dem Meer im Morgenlicht
    Nach einer Begegnung mit der HMS Westcott wurde U-581 1942 im Kanal zwischen Faial und Pico selbstversenkt.

    Das Wrack ist ein Kriegsereignis in der Geschichte des Kanals; die Illustration legt keine genaue Wrackposition fest und ist keine Navigationshilfe.

Diese Begegnungen gehören zur maritimen Geschichte der Gewässer um Pico und Faial; sie bedeuten nicht, dass Pico in jedem Fall selbst das Schlachtfeld war.

Bildnachweis: KI-unterstützte redaktionelle Rekonstruktionsserie von Atlantic Heritage, © 2027 Atlantic Heritage Unipessoal Lda. Redaktionsteam von Atlantic Heritage · © 2027 Atlantic Heritage Unipessoal Lda — alle Rechte vorbehalten · KI-gestützte redaktionelle Illustration; interpretative Darstellung, während Faktenbeschriftungen und Daten separat aus den zitierten Quellen stammen.

Belege und Quellen: Datierte Archivalien, Bestände der Library of Congress und die in diesem Guide zitierten marinehistorischen Quellen.

Die KI-unterstützten redaktionellen Illustrationen sind interpretierend. Sachangaben, Datierungen und Datensätze folgen den zitierten Quellen; die Bilder sind keine taxonomische, kartografische oder navigatorische Referenz.

Wie Pico-Wein entsteht: fünf verbundene Schritte

Pico-Wein beginnt in kleinen Parzellen hinter Trockenmauern aus Basalt, wo die Reben gepflegt und die Trauben gewöhnlich von Hand gelesen werden. Mahlen, Pressen, Gärung, Ausbau und Abfüllung richten sich danach, welcher Wein entstehen soll. Die Abfolge erklärt die gemeinsame Logik, ohne die Arbeitsweise eines Kellers als allgemeingültiges Rezept darzustellen.

  1. Eine einzelne Pico-Rebe wächst flach in einem curral aus trocken gesetztem Basalt, beleuchtet von warmer Sonne

    1. Reben in den currais pflegen

    Die Basaltmauern schützen die niedrigen Reben vor Wind und Salzsprühnebel und erzeugen Picos unverwechselbares Landschaftsmuster.

  2. Hände schneiden neben einer Basaltmauer eine reife Traube von einer niedrigen Rebe

    2. Trauben von Hand lesen

    Die Trauben werden ausgewählt und von Hand geerntet, wenn ihr Gleichgewicht zum vorgesehenen Wein passt.

  3. Eine kleine Weinpresse nimmt frisch gelesene Pico-Trauben in einem sauberen Keller auf

    3. Mahlen und pressen

    Die Früchte werden zügig verarbeitet; Art und Stärke des Pressens richten sich nach Rebsorte und Weinstil.

  4. Ein einzelner Gärbehälter in einem Pico-Weinkeller, in Graphit mit zurückhaltender goldener Aquarelllasur

    4. Gären und den Wein begleiten

    Hefen wandeln Traubenzucker in Alkohol um, während der Erzeuger Zeit, Temperatur und Kontakt mit festen Bestandteilen steuert.

  5. Eine fertige Flasche Pico-Wein neben einem Kellerbehälter in warm reflektiertem Licht

    5. Ausbauen und abfüllen

    Je nach gewähltem Stil kann der Wein vor der Freigabe im Tank, Fass oder in der Flasche ruhen.

Basaltmauern prägen die Weinlandschaft; Entscheidungen im Keller prägen den Wein. Die Methoden unterscheiden sich je nach Rebsorte, Erzeuger und Stil.

Bildnachweis: KI-unterstützte redaktionelle Illustrationsserie von Atlantic Heritage, © 2027 Atlantic Heritage Unipessoal Lda. Redaktionsteam von Atlantic Heritage · © 2027 Atlantic Heritage Unipessoal Lda — alle Rechte vorbehalten · KI-gestützte redaktionelle Illustration; interpretative Darstellung, während Faktenbeschriftungen und Daten separat aus den zitierten Quellen stammen.

Belege und Quellen: UNESCO-Welterbe Kulturlandschaft der Weinberge auf Pico und die in diesem Guide zitierte Spezifikation der DOP Pico.

Die KI-unterstützten redaktionellen Illustrationen sind interpretierend. Sachangaben, Datierungen und Datensätze folgen den zitierten Quellen; die Bilder sind keine taxonomische, kartografische oder navigatorische Referenz.

Für die Azoren dokumentierte Wale und Delfine

Die Liste umfasst 28 Wal- und Delfinarten, die im zitierten Datensatz für die Azoren dokumentiert sind. Manche werden regelmäßig gesehen, andere sind saisonale, weit draußen lebende oder außergewöhnliche Nachweise. Die Einzelillustrationen helfen bei Orientierung und Erzählung; für die Bestimmung auf See sind Fotos, fachkundige Führung und aktuelle Sichtungsdaten verlässlicher.

Bleistiftstudie mit leichter Aquarellfarbe eines einzelnen Sperm whale (Physeter macrocephalus) auf weißem Hintergrund
Englischer Name: Sperm whaleWissenschaftlicher Name: Physeter macrocephalusAzoreanische Bezeichnung: Cachalote

N — in der zitierten UAc-Klassifikation als heimisch eingestuft; Vorkommen in der AWZ der Azoren dokumentiert.

Etablierte Verwendung in DOP/UAc-nahen Quellen und von zentraler Bedeutung für die Geschichte des azoreanischen Walfangs.

Bleistiftstudie mit leichter Aquarellfarbe eines einzelnen Blue whale (Balaenoptera musculus) auf weißem Hintergrund
Englischer Name: Blue whaleWissenschaftlicher Name: Balaenoptera musculusAzoreanische Bezeichnung: Baleia-azul

M — in der zitierten UAc-Klassifikation als Wanderart eingestuft; Vorkommen in der AWZ der Azoren dokumentiert.

Etablierte azoreanische Verwendung, belegt in DOP/UAc-nahen Quellen.

Bleistiftstudie mit leichter Aquarellfarbe eines einzelnen Fin whale (Balaenoptera physalus) auf weißem Hintergrund
Englischer Name: Fin whaleWissenschaftlicher Name: Balaenoptera physalusAzoreanische Bezeichnung: Baleia-comum

M — in der zitierten UAc-Klassifikation als Wanderart eingestuft; Vorkommen in der AWZ der Azoren dokumentiert.

Etablierte azoreanische Verwendung, belegt in DOP/UAc-nahen Quellen.

Bleistiftstudie mit leichter Aquarellfarbe eines einzelnen Short-beaked common dolphin (Delphinus delphis) auf weißem Hintergrund
Englischer Name: Short-beaked common dolphinWissenschaftlicher Name: Delphinus delphisAzoreanische Bezeichnung: Golfinho-comum

N — in der zitierten UAc-Klassifikation als heimisch eingestuft; Vorkommen in der AWZ der Azoren dokumentiert.

Etablierte azoreanische Verwendung, belegt in DOP/UAc-nahen Quellen.

Bleistiftstudie mit leichter Aquarellfarbe eines einzelnen Atlantic spotted dolphin (Stenella frontalis) auf weißem Hintergrund
Englischer Name: Atlantic spotted dolphinWissenschaftlicher Name: Stenella frontalisAzoreanische Bezeichnung: Golfinho-pintado

M — in der zitierten UAc-Klassifikation als Wanderart eingestuft; Vorkommen in der AWZ der Azoren dokumentiert.

Etablierte azoreanische Verwendung, belegt in DOP/UAc-nahen Quellen.

Bleistiftstudie mit leichter Aquarellfarbe eines einzelnen Cuvier's beaked whale (Ziphius cavirostris) auf weißem Hintergrund
Englischer Name: Cuvier's beaked whaleWissenschaftlicher Name: Ziphius cavirostrisAzoreanische Bezeichnung: Zífio

I — Vorkommenskategorie in der zitierten UAc-Klassifikation unbestimmt; Vorkommen in der AWZ der Azoren dokumentiert.

Etablierte Verwendung in DOP/UAc-nahen Quellen; baleia-de-bico-de-Cuvier ist eine leicht verständliche portugiesische Alternative.

Ein dokumentierter Regionalnachweis ist keine Sichtungsgarantie; Vorkommen, Saison und Häufigkeit unterscheiden sich je nach Art.

28 dokumentierte Wal- und Delfinarten

Ozeanische Delfine (Delphinidae) (11)
  • Englischer Name: Short-finned pilot whaleWissenschaftlicher Name: Globicephala macrorhynchusAzoreanische Bezeichnung: Baleia-piloto-tropical

    M — in der zitierten UAc-Klassifikation als Wanderart eingestuft; Vorkommen in der AWZ der Azoren dokumentiert.

    Ältere azoreanische Bezeichnung aus DOP/UAc-nahen Quellen; im modernen Portugiesisch wird auch baleia-piloto-de-barbatana-curta verwendet.

  • Englischer Name: Short-beaked common dolphinWissenschaftlicher Name: Delphinus delphisAzoreanische Bezeichnung: Golfinho-comum

    N — in der zitierten UAc-Klassifikation als heimisch eingestuft; Vorkommen in der AWZ der Azoren dokumentiert.

    Etablierte azoreanische Verwendung, belegt in DOP/UAc-nahen Quellen.

  • Englischer Name: Long-finned pilot whaleWissenschaftlicher Name: Globicephala melasAzoreanische Bezeichnung: Baleia-piloto

    M — in der zitierten UAc-Klassifikation als Wanderart eingestuft; Vorkommen in der AWZ der Azoren dokumentiert.

    Bezeichnung aus der DOP/UAc-nahen regionalen Liste; baleia-piloto-de-barbatana-longa ist die eindeutigere moderne Form.

  • Englischer Name: Risso's dolphinWissenschaftlicher Name: Grampus griseusAzoreanische Bezeichnung: Grampo

    N — in der zitierten UAc-Klassifikation als heimisch eingestuft; Vorkommen in der AWZ der Azoren dokumentiert.

    Moleiro ist ebenfalls in der DOP/UAc-nahen azoreanischen Liste verzeichnet.

  • Englischer Name: Fraser's dolphinWissenschaftlicher Name: Lagenodelphis hoseiAzoreanische Bezeichnung: Golfinho-de-Fraser

    V — Irrgast; die Beschreibung des GBIF/UAc-Datensatzes weist die Art in der AWZ der Azoren ausdrücklich als nur gelegentlich vorkommend aus.

    Portugiesische Bezeichnung anhand azoreanischer Wal- und Delfinmaterialien gegengeprüft; sie fehlt in der älteren, DOP/UAc-nahen Tabelle mit 27 Arten.

  • Englischer Name: Killer whale (orca)Wissenschaftlicher Name: Orcinus orcaAzoreanische Bezeichnung: Orca

    I — Vorkommenskategorie in der zitierten UAc-Klassifikation unbestimmt; Vorkommen in der AWZ der Azoren dokumentiert.

    Etablierte azoreanische Verwendung, belegt in DOP/UAc-nahen Quellen.

  • Englischer Name: False killer whaleWissenschaftlicher Name: Pseudorca crassidensAzoreanische Bezeichnung: Falsa-orca

    I — Vorkommenskategorie in der zitierten UAc-Klassifikation unbestimmt; Vorkommen in der AWZ der Azoren dokumentiert.

    Etablierte azoreanische Verwendung, belegt in DOP/UAc-nahen Quellen.

  • Englischer Name: Striped dolphinWissenschaftlicher Name: Stenella coeruleoalbaAzoreanische Bezeichnung: Golfinho-riscado

    M — in der zitierten UAc-Klassifikation als Wanderart eingestuft; Vorkommen in der AWZ der Azoren dokumentiert.

    Etablierte azoreanische Verwendung, belegt in DOP/UAc-nahen Quellen.

  • Englischer Name: Atlantic spotted dolphinWissenschaftlicher Name: Stenella frontalisAzoreanische Bezeichnung: Golfinho-pintado

    M — in der zitierten UAc-Klassifikation als Wanderart eingestuft; Vorkommen in der AWZ der Azoren dokumentiert.

    Etablierte azoreanische Verwendung, belegt in DOP/UAc-nahen Quellen.

  • Englischer Name: Rough-toothed dolphinWissenschaftlicher Name: Steno bredanensisAzoreanische Bezeichnung: Caldeirão

    V — in der zitierten UAc-Klassifikation als Irrgast eingestuft; Vorkommen in der AWZ der Azoren dokumentiert.

    Charakteristische regionale Bezeichnung aus der DOP/UAc-nahen azoreanischen Liste.

  • Englischer Name: Common bottlenose dolphinWissenschaftlicher Name: Tursiops truncatusAzoreanische Bezeichnung: Roaz

    N — in der zitierten UAc-Klassifikation als heimisch eingestuft; Vorkommen in der AWZ der Azoren dokumentiert.

    Etablierte regionale portugiesische Bezeichnung in der DOP/UAc-nahen Liste.

Furchenwale (Balaenopteridae) (6)
  • Englischer Name: Sei whaleWissenschaftlicher Name: Balaenoptera borealisAzoreanische Bezeichnung: Baleia-sardinheira

    M — in der zitierten UAc-Klassifikation als Wanderart eingestuft; Vorkommen in der AWZ der Azoren dokumentiert.

    Etablierte azoreanische Verwendung, belegt in DOP/UAc-nahen Quellen.

  • Englischer Name: Bryde's whaleWissenschaftlicher Name: Balaenoptera edeniAzoreanische Bezeichnung: Baleia-de-Bryde

    M — in der zitierten UAc-Klassifikation als Wanderart eingestuft; Vorkommen in der AWZ der Azoren dokumentiert.

    Etablierte Verwendung in DOP/UAc-nahen Quellen; der B.-edeni-Komplex hat eine schwierige taxonomische Geschichte, daher bleibt der im Datensatz verwendete wissenschaftliche Name bestehen.

  • Englischer Name: Blue whaleWissenschaftlicher Name: Balaenoptera musculusAzoreanische Bezeichnung: Baleia-azul

    M — in der zitierten UAc-Klassifikation als Wanderart eingestuft; Vorkommen in der AWZ der Azoren dokumentiert.

    Etablierte azoreanische Verwendung, belegt in DOP/UAc-nahen Quellen.

  • Englischer Name: Fin whaleWissenschaftlicher Name: Balaenoptera physalusAzoreanische Bezeichnung: Baleia-comum

    M — in der zitierten UAc-Klassifikation als Wanderart eingestuft; Vorkommen in der AWZ der Azoren dokumentiert.

    Etablierte azoreanische Verwendung, belegt in DOP/UAc-nahen Quellen.

  • Englischer Name: Common minke whaleWissenschaftlicher Name: Balaenoptera acutorostrataAzoreanische Bezeichnung: Baleia-anã

    I — Vorkommenskategorie in der zitierten UAc-Klassifikation unbestimmt; Vorkommen in der AWZ der Azoren dokumentiert.

    Etablierte azoreanische Verwendung, belegt in DOP/UAc-nahen Quellen.

  • Englischer Name: Humpback whaleWissenschaftlicher Name: Megaptera novaeangliaeAzoreanische Bezeichnung: Baleia-de-bossas

    M — in der zitierten UAc-Klassifikation als Wanderart eingestuft; Vorkommen in der AWZ der Azoren dokumentiert.

    Etablierte Verwendung in DOP/UAc-nahen Quellen; baleia-corcunda ist eine weitere, weit verbreitete portugiesische Bezeichnung.

Glattwale (Balaenidae) (1)
  • Englischer Name: North Atlantic right whaleWissenschaftlicher Name: Eubalaena glacialisAzoreanische Bezeichnung: Baleia-franca

    Das UAc-Poster von 2020 weist M (Wanderart) aus, während die Beschreibung des GBIF/UAc-Datensatzes die Art ausdrücklich als nur gelegentlich vorkommenden Irrgast in der AWZ der Azoren bezeichnet. Redaktionell ist jeder Nachweis auf den Azoren als Ausnahme zu behandeln, nicht als übliche Sichtung für Besucher.

    Etablierte azoreanische Verwendung, belegt in DOP/UAc-nahen Quellen.

Pottwale (Physeteridae) (1)
  • Englischer Name: Sperm whaleWissenschaftlicher Name: Physeter macrocephalusAzoreanische Bezeichnung: Cachalote

    N — in der zitierten UAc-Klassifikation als heimisch eingestuft; Vorkommen in der AWZ der Azoren dokumentiert.

    Etablierte Verwendung in DOP/UAc-nahen Quellen und von zentraler Bedeutung für die Geschichte des azoreanischen Walfangs.

Zwerg- und Kleinstpottwale (Kogiidae) (2)
  • Englischer Name: Pygmy sperm whaleWissenschaftlicher Name: Kogia brevicepsAzoreanische Bezeichnung: Cachalote-pigmeu

    I — Vorkommenskategorie in der zitierten UAc-Klassifikation unbestimmt; Vorkommen in der AWZ der Azoren dokumentiert.

    Etablierte azoreanische Verwendung, belegt in DOP/UAc-nahen Quellen.

  • Englischer Name: Dwarf sperm whaleWissenschaftlicher Name: Kogia simaAzoreanische Bezeichnung: Cachalote-anão

    I — Vorkommenskategorie in der zitierten UAc-Klassifikation unbestimmt; Vorkommen in der AWZ der Azoren dokumentiert.

    Etablierte Verwendung in DOP/UAc-nahen Quellen; ältere Quellen können die überholte Schreibweise Kogia simus verwenden.

Schnabelwale (Ziphiidae) (6)
  • Englischer Name: Northern bottlenose whaleWissenschaftlicher Name: Hyperoodon ampullatusAzoreanische Bezeichnung: Baleia-de-bico-de-garrafa

    M — in der zitierten UAc-Klassifikation als Wanderart eingestuft; Vorkommen in der AWZ der Azoren dokumentiert.

    Botinhoso ist eine weitere Bezeichnung in der DOP/UAc-nahen azoreanischen Liste.

  • Englischer Name: Sowerby's beaked whaleWissenschaftlicher Name: Mesoplodon bidensAzoreanische Bezeichnung: Baleia-de-bico-de-Sowerby

    N — in der zitierten UAc-Klassifikation als heimisch eingestuft; Vorkommen in der AWZ der Azoren dokumentiert.

    Etablierte azoreanische Verwendung, belegt in DOP/UAc-nahen Quellen.

  • Englischer Name: Blainville's beaked whaleWissenschaftlicher Name: Mesoplodon densirostrisAzoreanische Bezeichnung: Baleia-de-bico-de-Blainville

    I — Vorkommenskategorie in der zitierten UAc-Klassifikation unbestimmt; Vorkommen in der AWZ der Azoren dokumentiert.

    Etablierte azoreanische Verwendung, belegt in DOP/UAc-nahen Quellen.

  • Englischer Name: Gervais' beaked whaleWissenschaftlicher Name: Mesoplodon europaeusAzoreanische Bezeichnung: Baleia-de-bico-de-Gervais

    I — Vorkommenskategorie in der zitierten UAc-Klassifikation unbestimmt; Vorkommen in der AWZ der Azoren dokumentiert.

    Etablierte azoreanische Verwendung, belegt in DOP/UAc-nahen Quellen.

  • Englischer Name: True's beaked whaleWissenschaftlicher Name: Mesoplodon mirusAzoreanische Bezeichnung: Baleia-de-bico-de-True

    I — Vorkommenskategorie in der zitierten UAc-Klassifikation unbestimmt; Vorkommen in der AWZ der Azoren dokumentiert.

    Etablierte azoreanische Verwendung, belegt in DOP/UAc-nahen Quellen.

  • Englischer Name: Cuvier's beaked whaleWissenschaftlicher Name: Ziphius cavirostrisAzoreanische Bezeichnung: Zífio

    I — Vorkommenskategorie in der zitierten UAc-Klassifikation unbestimmt; Vorkommen in der AWZ der Azoren dokumentiert.

    Etablierte Verwendung in DOP/UAc-nahen Quellen; baleia-de-bico-de-Cuvier ist eine leicht verständliche portugiesische Alternative.

Schweinswale (Phocoenidae) (1)
  • Englischer Name: Harbour porpoiseWissenschaftlicher Name: Phocoena phocoenaAzoreanische Bezeichnung: Boto

    V — Irrgast; die Beschreibung des GBIF/UAc-Datensatzes weist die Art in der AWZ der Azoren ausdrücklich als nur gelegentlich vorkommend aus.

    Bezeichnung aus der DOP/UAc-nahen azoreanischen Liste; boto kann außerhalb dieses taxonomischen Zusammenhangs mehrdeutig sein.

Ausführlicher Feldführer zu Picos Meeresfischen

Dieser Feldführer stellt 48 repräsentative Fische der azoreanischen Gewässer vor: 24 Küstenarten, 12 Freiwasserarten und 12 Arten tiefer Hänge. Er ist bewusst ausführlich, umfasst aber nicht alle im Archipel nachgewiesenen Fische. Habitatangaben und lokale Bezeichnungen stammen aus der zitierten Checkliste und den genannten Quellen für gebräuchliche Namen.

Bleistiftstudie mit leichter Aquarellfarbe eines einzelnen Azores chromis (Chromis limbata) auf weißem Hintergrund
Englischer Name: Azores chromisWissenschaftlicher Name: Chromis limbataAzoreanische Bezeichnung: Castanheta-amarela

Lebensraum: Schwärme im Freiwasser über flachen Felsriffen, die bei Gefahr zum Schutz nach unten ziehen.

Gut etablierter azoreanischer Name; castanheta kommt auch in den Namen anderer Riffbarsche vor.

Häufiger Rifffisch; Abstand zu Nestplätzen halten und Schwärme nicht füttern.

Bleistiftstudie mit leichter Aquarellfarbe eines einzelnen Blue rockfish (Azores endemic wrasse) (Symphodus caeruleus) auf weißem Hintergrund
Englischer Name: Blue rockfish (Azores endemic wrasse)Wissenschaftlicher Name: Symphodus caeruleusAzoreanische Bezeichnung: Bodião-azul

Lebensraum: Algenbewachsene flache Felsriffe, meist in den obersten wenigen Dutzend Metern.

Das Azores Bioportal führt auch maragota; eine breiter angelegte portugiesische Fischliste verwendet bodião-dos-Açores. Der ältere wissenschaftliche Name Centrolabrus caeruleus kann vorkommen.

Auf den Azoren endemisch. Beobachten, ohne ihn zu sammeln oder seinen Rifflebensraum zu stören.

Bleistiftstudie mit leichter Aquarellfarbe eines einzelnen Mediterranean parrotfish (Sparisoma cretense) auf weißem Hintergrund
Englischer Name: Mediterranean parrotfishWissenschaftlicher Name: Sparisoma cretenseAzoreanische Bezeichnung: Veja

Lebensraum: Felsriffe, an denen er Algen abweidet; Erwachsene fallen in klarem Flachwasser deutlich auf.

Sehr charakteristischer und gut belegter azoreanischer Name.

Die Farbe unterscheidet sich je nach Geschlecht und Lebensphase. Es ist eine befischte Art; vor jedem Fang die geltenden amtlichen Regeln prüfen.

Bleistiftstudie mit leichter Aquarellfarbe eines einzelnen Black moray (Muraena augusti) auf weißem Hintergrund
Englischer Name: Black morayWissenschaftlicher Name: Muraena augustiAzoreanische Bezeichnung: Moreão

Lebensraum: Felsspalten und Höhlen, wobei ein Großteil des Körpers verborgen bleibt; nach Einbruch der Dunkelheit oft aktiver.

Moreia-preta ist eine weitere eindeutige portugiesisch-azoreanische Form.

Niemals aus der Hand füttern oder Finger in Spalten stecken. Muränen verteidigen ihr Versteck und können schwer zubeißen.

Bleistiftstudie mit leichter Aquarellfarbe eines einzelnen Yellowmouth barracuda (Sphyraena viridensis) auf weißem Hintergrund
Englischer Name: Yellowmouth barracudaWissenschaftlicher Name: Sphyraena viridensisAzoreanische Bezeichnung: Bicuda

Lebensraum: Küsten- und Hochseeschwärme über Fels- oder Sandgrund, an Riffrändern und Inselhängen.

Gut etablierter azoreanischer Name, doch bicuda kann breit verwendet werden; wissenschaftlichen Namen auf Schildern beibehalten.

Großen Wildfischen den üblichen Abstand lassen und sie nicht füttern. Fischerei- und Lebensmittelsicherheitshinweise müssen aus aktuellen amtlichen Quellen stammen.

Bleistiftstudie mit leichter Aquarellfarbe eines einzelnen Blackspot seabream (Pagellus bogaraveo) auf weißem Hintergrund
Englischer Name: Blackspot seabreamWissenschaftlicher Name: Pagellus bogaraveoAzoreanische Bezeichnung: Goraz

Lebensraum: Felsige Inselhänge und Seeberge; Jungfische können flacher leben, während Erwachsene meist tieferes Wasser nutzen.

Peixão ist örtlich ebenfalls belegt, oft für ein großes Exemplar; es ist keine eigene Art.

Das Azores Bioportal weist in seiner Schutzstatus-Ebene von 2022 Potenziell gefährdet aus. Es handelt sich um eine regulierte Tiefseefischerei; aktuelle Maßnahmen prüfen.

Küsten-, Freiwasser- und Tiefhangfische leben in sehr unterschiedlichen Habitaten und sind für Besucher nicht gleich wahrscheinlich zu sehen.

Ausführlicher Fisch-Feldführer

Diese 48 Fische bilden einen repräsentativen Besucherführer – nicht sämtliche Arten, die in azoreanischen Gewässern nachgewiesen wurden.

Felsküste und Riff (24)
  • Englischer Name: ShannyWissenschaftlicher Name: Lipophrys pholisAzoreanische Bezeichnung: Caboz-gigante

    Lebensraum: Gezeitentümpel im Basalt und die sehr flache, wellenumspülte Küste; versteckt sich unter Steinen und in Spalten.

    Azoreanischer Name in der kommentierten UAc-Liste; caboz ist eine weit gefasste örtliche Bezeichnung für mehrere Schleimfische und Grundeln.

    Kleiner standorttreuer Küstenfisch; vor Ort beobachten und niemals anheben oder außerhalb seines Tümpels stranden lassen.

  • Englischer Name: Montagu's blennyWissenschaftlicher Name: Coryphoblennius galeritaAzoreanische Bezeichnung: Caboz-de-crista

    Lebensraum: Tümpel im oberen Uferbereich und wellenumspülter Basalt; oft in Löchern verborgen, wo der Kopfkamm bei der Bestimmung hilft.

    Beschreibender portugiesischer Name, gestützt durch die Fischliteratur der UAc; nicht alle Inselbewohner unterscheiden jede caboz-Art namentlich.

    Für Besucher ungefährlich; Tiere, Eier und als Unterschlupf dienende Steine ungestört lassen.

  • Englischer Name: Rock-pool blennyWissenschaftlicher Name: Parablennius parvicornisAzoreanische Bezeichnung: Caboz-das-poças

    Lebensraum: Flache Gezeitentümpel und algenbewachsene Felsen, darunter bei Ebbe vom Meer getrennte Tümpel.

    Nützlicher azoreanisch-portugiesischer Feldname; caboz bleibt eine gemeinsame Volksbezeichnung für mehrere kleine Küstenfische.

    Typischer Tümpelbewohner; Verschmutzung durch Sonnencreme, Zertreten und das Versetzen von Steinen vermeiden.

  • Englischer Name: Rock gobyWissenschaftlicher Name: Gobius paganellusAzoreanische Bezeichnung: Bochecha

    Lebensraum: Gezeitentümpel und flache Felsspalten; ruht gewöhnlich dicht am Grund.

    Joana und caboz sind ebenfalls verzeichnete azoreanische Namen; beide sind bei kleinen Grundeln und Schleimfischen mehrdeutig.

    Harmlos; fotografieren, ohne ihn aus dem Versteck zu jagen oder bewohnte Steine umzudrehen.

  • Englischer Name: Yellow triplefinWissenschaftlicher Name: Tripterygion delaisiAzoreanische Bezeichnung: Caboz-de-três-dorsais

    Lebensraum: Schattige flache Felswände, Überhänge und Höhleneingänge; fortpflanzungsaktive Männchen können leuchtend gelb mit dunklem Gesicht erscheinen.

    Beschreibender portugiesischer Feldname; im örtlichen Alltag möglicherweise zu caboz verkürzt.

    Winzig und leicht zu übersehen; lieber eine Nahaufnahme machen als das Tier anfassen.

  • Englischer Name: Azores chromisWissenschaftlicher Name: Chromis limbataAzoreanische Bezeichnung: Castanheta-amarela

    Lebensraum: Schwärme im Freiwasser über flachen Felsriffen, die bei Gefahr zum Schutz nach unten ziehen.

    Gut etablierter azoreanischer Name; castanheta kommt auch in den Namen anderer Riffbarsche vor.

    Häufiger Rifffisch; Abstand zu Nestplätzen halten und Schwärme nicht füttern.

  • Englischer Name: Canary damselWissenschaftlicher Name: Similiparma luridaAzoreanische Bezeichnung: Castanheta-preta

    Lebensraum: Territorial an flachen Felsriffen; Jungtiere leben bei Felsblöcken und Tümpeln, während Erwachsene kleine Reviere verteidigen.

    Auch castanheta-azul ist verzeichnet; ältere Azoren-Quellen können das Synonym Abudefduf luridus führen.

    Keine Gefahr für Besucher; verteidigte Nester nicht stören. Die Taxonomie wurde nach älteren Azoren-Checklisten aktualisiert.

  • Englischer Name: Blue rockfish (Azores endemic wrasse)Wissenschaftlicher Name: Symphodus caeruleusAzoreanische Bezeichnung: Bodião-azul

    Lebensraum: Algenbewachsene flache Felsriffe, meist in den obersten wenigen Dutzend Metern.

    Das Azores Bioportal führt auch maragota; eine breiter angelegte portugiesische Fischliste verwendet bodião-dos-Açores. Der ältere wissenschaftliche Name Centrolabrus caeruleus kann vorkommen.

    Auf den Azoren endemisch. Beobachten, ohne ihn zu sammeln oder seinen Rifflebensraum zu stören.

  • Englischer Name: Mediterranean rainbow wrasseWissenschaftlicher Name: Coris julisAzoreanische Bezeichnung: Lambaz

    Lebensraum: Flache felsige, algenreiche Bereiche; überquert oft Sandflächen und gräbt sich nachts im Sand ein.

    Peixe-rei ist ebenfalls in azoreanischen Quellen verzeichnet, im weiteren portugiesischen Sprachgebrauch jedoch mehrdeutig.

    Farbe und Muster verändern sich mit Alter und Geschlecht; Abbildungen sollten daher kein einziges unveränderliches Erscheinungsbild suggerieren.

  • Englischer Name: Ornate wrasseWissenschaftlicher Name: Thalassoma pavoAzoreanische Bezeichnung: Rainha

    Lebensraum: Aktiv über flachem Felsgrund und algenbewachsenen Riffen, besonders in warmem, klarem Wasser.

    Auch peixe-rainha, bodião, verdugo und torcida sind verzeichnet; der Gebrauch schwankt und einige Begriffe überschneiden sich mit anderen Lippfischen.

    Die Farbe variiert stark mit der Lebensphase; Geschlecht oder Alter nicht allein anhand der Farbe definitiv bestimmen.

  • Englischer Name: Mediterranean parrotfishWissenschaftlicher Name: Sparisoma cretenseAzoreanische Bezeichnung: Veja

    Lebensraum: Felsriffe, an denen er Algen abweidet; Erwachsene fallen in klarem Flachwasser deutlich auf.

    Sehr charakteristischer und gut belegter azoreanischer Name.

    Die Farbe unterscheidet sich je nach Geschlecht und Lebensphase. Es ist eine befischte Art; vor jedem Fang die geltenden amtlichen Regeln prüfen.

  • Englischer Name: White seabreamWissenschaftlicher Name: Diplodus sargusAzoreanische Bezeichnung: Sargo

    Lebensraum: Felsriffe und brandungsexponierte Küstenzonen; sucht oft über gemischtem Fels- und Sandgrund nach Nahrung.

    Sargo-legítimo ist eine präzisere azoreanische Handelsbezeichnung.

    Regulierte Fischereiart. Keine feste Mindestgröße veröffentlichen, ohne die geltenden Azoren-Regeln zu prüfen.

  • Englischer Name: SalemaWissenschaftlicher Name: Sarpa salpaAzoreanische Bezeichnung: Salema

    Lebensraum: Schwärme über flachem, algenbewachsenem Felsgrund, die dicht am Meeresboden grasen.

    In vielen Führern gleicher Feldname auf Portugiesisch und Englisch; auf den Azoren gut etabliert.

    Regulierte Fischereiart; als Beobachtungseintrag verwenden, nicht als Verzehrempfehlung.

  • Englischer Name: BogueWissenschaftlicher Name: Boops boopsAzoreanische Bezeichnung: Boga

    Lebensraum: Küstenschwärme über felsigem und gemischtem Grund, bisweilen als dichte Gruppen im Freiwasser.

    Etablierte portugiesisch-azoreanische Fischereibezeichnung.

    Regulierte Fischereiart; vor dem Angeln aktuelle Mindestgröße und örtliche Regeln prüfen.

  • Englischer Name: Axillary seabreamWissenschaftlicher Name: Pagellus acarneAzoreanische Bezeichnung: Besugo

    Lebensraum: Felssandige Küstengründe und Schelfbereiche, meist tiefer als die leicht zugänglichen Schnorchelplätze.

    Etablierte azoreanische Handels- und Volksbezeichnung.

    Regulierte Fischereiart; die geltenden azoreanischen Mindestgrößen prüfen.

  • Englischer Name: Red porgyWissenschaftlicher Name: Pagrus pagrusAzoreanische Bezeichnung: Pargo

    Lebensraum: Felsiger und kiesiger Schelf, Riffränder und Inselhänge; größere Fische leben tendenziell tiefer.

    Pargo-legítimo ist die präzisere amtliche/örtliche Handelsform.

    Regulierte Fischereiart; für zulässige Größe und Saison die aktuellen amtlichen Regeln heranziehen.

  • Englischer Name: Blacktail comberWissenschaftlicher Name: Serranus atricaudaAzoreanische Bezeichnung: Garoupa

    Lebensraum: Felsriffe, Vorsprünge und Höhleneingänge vom Flachwasser bis zum Inselhang.

    Garoupa-de-rolo ist ein genauerer azoreanischer Name; garoupa allein kann Zackenbarsche und verwandte Sägebarsche allgemein bezeichnen.

    Das Azores Bioportal weist in seiner Schutzstatus-Ebene von 2022 Daten unzureichend aus; keinen quantifizierten örtlichen Trend behaupten.

  • Englischer Name: Dusky grouperWissenschaftlicher Name: Epinephelus marginatusAzoreanische Bezeichnung: Mero

    Lebensraum: Felsriffe, Höhlen und Vorsprünge; große Erwachsene bevorzugen geräumige Verstecke und leben oft tiefer.

    Mero-legítimo ist eine präzisere azoreanische Handelsbezeichnung.

    Das Azores Bioportal weist in seiner Schutzstatus-Ebene von 2022 Gefährdet aus. Langsam wachsender Riffprädator; ungestört beobachten und die aktuellen Fischereischutzbestimmungen prüfen.

  • Englischer Name: Island grouperWissenschaftlicher Name: Mycteroperca fuscaAzoreanische Bezeichnung: Badejo

    Lebensraum: Felsriffe, Höhlen sowie Strukturen an Seebergen oder Inselhängen, vom Küstenwasser bis zu tieferen Riffen.

    Gut etablierter azoreanischer und makaronesischer Name.

    Das Azores Bioportal weist in seiner Schutzstatus-Ebene von 2022 Gefährdet aus. Die Art ist reguliert; aktuelle Regeln prüfen und Fische in ihren Verstecken nicht stören.

  • Englischer Name: Striped red mulletWissenschaftlicher Name: Mullus surmuletusAzoreanische Bezeichnung: Salmonete

    Lebensraum: Sand- und Kiesflächen neben Felsriffen, wo sie das Sediment mit ihren beiden Kinnbarteln absucht.

    Salmonete-vermelho wird ebenfalls in amtlichen/örtlichen Fischlisten verwendet.

    Regulierte Fischereiart. Aus Abstand beobachten, damit ihr Fressverhalten natürlich bleibt.

  • Englischer Name: Madeira scorpionfishWissenschaftlicher Name: Scorpaena maderensisAzoreanische Bezeichnung: Coça

    Lebensraum: Getarnt auf flachem Felsgrund, an Vorsprüngen oder bei Höhleneingängen.

    Auch rascaço ist verzeichnet; die Namen verschiedener Scorpaena-Arten können örtlich verwechselt werden.

    Nicht berühren: Drachenköpfe besitzen Giftstacheln, die schmerzhafte Verletzungen verursachen können.

  • Englischer Name: Black morayWissenschaftlicher Name: Muraena augustiAzoreanische Bezeichnung: Moreão

    Lebensraum: Felsspalten und Höhlen, wobei ein Großteil des Körpers verborgen bleibt; nach Einbruch der Dunkelheit oft aktiver.

    Moreia-preta ist eine weitere eindeutige portugiesisch-azoreanische Form.

    Niemals aus der Hand füttern oder Finger in Spalten stecken. Muränen verteidigen ihr Versteck und können schwer zubeißen.

  • Englischer Name: Grey triggerfishWissenschaftlicher Name: Balistes capriscusAzoreanische Bezeichnung: Peixe-porco

    Lebensraum: Felsriffe und angrenzender offener Grund; manchmal in Schwärmen oder saisonal nahe der Küste.

    Etablierte azoreanische Handels- und Besucherbezeichnung.

    Das Azores Bioportal weist in seiner Schutzstatus-Ebene von 2022 Gefährdet aus. Nistenden oder abwehrenden Fischen Raum geben; ihre Zähne sind kräftig.

  • Englischer Name: Guinean pufferWissenschaftlicher Name: Sphoeroides marmoratusAzoreanische Bezeichnung: Peixe-balão

    Lebensraum: Flache felsige und sandige Küstenbereiche einschließlich geschützter Tümpel und Buchten.

    Auch sopapo und sapo sind verzeichnet; beide können mehrdeutige Regionalnamen sein.

    Nicht anfassen oder essen. EU-Vorschriften verbieten Fischereierzeugnisse aus giftigen Tetraodontidae; ein Besucherführer darf nie zur Beurteilung der Essbarkeit dienen.

Offener Ozean und Seeberge (12)
  • Englischer Name: European pilchard (sardine)Wissenschaftlicher Name: Sardina pilchardusAzoreanische Bezeichnung: Sardinha

    Lebensraum: Küstenschwärme nahe der Oberfläche; wichtiger kleiner Futterfisch, der Plankton mit größeren Fischen, Seevögeln und Walen verbindet.

    Petinga bezeichnet im örtlichen/kommerziellen Gebrauch kleine Sardinen und darf nicht als eigene Art dargestellt werden.

    Regulierte Fischereiart. Keine saisonale Häufigkeit versprechen und vor dem Angeln die geltenden Größenregeln prüfen.

  • Englischer Name: Atlantic chub mackerelWissenschaftlicher Name: Scomber coliasAzoreanische Bezeichnung: Cavala

    Lebensraum: Schwarmfisch der oberen Wassersäule von der Küste bis ins offene Meer, bisweilen um Inseln und Seeberge konzentriert.

    Etablierte azoreanische Handels- und Volksbezeichnung.

    Regulierte Fischereiart; vor dem Fang die geltenden Regeln der Azoren prüfen.

  • Englischer Name: Blue jack mackerelWissenschaftlicher Name: Trachurus picturatusAzoreanische Bezeichnung: Chicharro

    Lebensraum: Küsten- und Hochseeschwärme an Inselhängen und Seebergen; Jungfische sind wichtige Futterfische.

    Auch chicharro-do-alto wird verwendet; die volkssprachliche Abgrenzung zu anderen Trachurus kann je nach Fischgröße und Fischereikontext variieren.

    Regulierte Fischereiart; am Markt nicht allein nach dem Namen bestimmen, wo mehrere Stöckerarten vorkommen können.

  • Englischer Name: Skipjack tunaWissenschaftlicher Name: Katsuwonus pelamisAzoreanische Bezeichnung: Bonito

    Lebensraum: Schnelle Schwärme an und nahe der Oberfläche in warmem Ozeanwasser, oft zusammen mit fressenden Vögeln und Köderfischen.

    Gaiado ist ebenfalls ein etablierter azoreanischer Name; bonito kann außerhalb der Region mehrdeutig sein.

    Sehr mobile Fischereiart. Das Vorkommen schwankt mit den Meeresbedingungen; Fischereiregeln und Bestandsberatung müssen zum Veröffentlichungszeitpunkt geprüft werden.

  • Englischer Name: AlbacoreWissenschaftlicher Name: Thunnus alalungaAzoreanische Bezeichnung: Atum-voador

    Lebensraum: Pelagische Hochseegewässer; saisonaler Langstreckenwanderer im Nordatlantik um den Archipel.

    Voador und germão sind ebenfalls im azoreanischen Fischereigebrauch belegt.

    Bewirtschaftete wandernde Fischereiart. Aktuelle ICCAT-, EU- und Azoren-Regeln prüfen, statt feste Quoten oder Saisons zu veröffentlichen.

  • Englischer Name: Bigeye tunaWissenschaftlicher Name: Thunnus obesusAzoreanische Bezeichnung: Atum-patudo

    Lebensraum: Ozeanische Wassersäule, tagsüber oft tiefer, mit vertikalen Bewegungen in Abhängigkeit von Beute und Temperatur.

    Patudo ist die vertraute Kurzform in der azoreanischen Fischerei.

    Das Azores Bioportal weist in seiner Schutzstatus-Ebene von 2022 Gefährdet aus. Diese Wanderfischerei wird streng bewirtschaftet; aktuelle Regeln und Bestandsberatung prüfen.

  • Englischer Name: Atlantic bluefin tunaWissenschaftlicher Name: Thunnus thynnusAzoreanische Bezeichnung: Atum-rabilho

    Lebensraum: Weit wandernder Hochseefisch, der produktive Fronten und Gewässer um Inseln und Seeberge durchquert.

    Rabilo ist eine regionale Variante. Hier albacora vermeiden, da portugiesische Handelsnamen für Thunfische nicht einheitlich verwendet werden.

    Streng von ICCAT/EU bewirtschaftete Fischerei. Schutzstatus-Ebenen und Bestandsbewertungen ändern sich; auf aktuelle Regeln verlinken, statt einen Status im Text festzuschreiben.

  • Englischer Name: Common dolphinfishWissenschaftlicher Name: Coryphaena hippurusAzoreanische Bezeichnung: Dourado

    Lebensraum: Warmes Oberflächenwasser auf See und um treibende Gegenstände; das Vorkommen bei den Inseln ist saisonal und von den Meeresbedingungen abhängig.

    Doirado ist eine ältere/regionale Schreibweise in azoreanischen Quellen. Es handelt sich um einen Fisch, der im Text nie mit einem Delfin verwechselt werden darf.

    Schnell wachsende pelagische Fischereiart. Keine Sichtung oder feste Saison versprechen; aktuelle örtliche Hinweise prüfen.

  • Englischer Name: Greater amberjackWissenschaftlicher Name: Seriola dumeriliAzoreanische Bezeichnung: Lírio

    Lebensraum: Felsstrukturen von der Küste bis ins offene Meer, Inselhänge und Seeberge; kräftige Erwachsene können im Freiwasser ziehen.

    Auch írio und charuteiro-catarino sind verzeichnet; Letzteres ist für Besucher weniger selbsterklärend.

    Fischereiart und starker Wildprädator; ohne Füttern beobachten und aktuelle Fischereiregeln prüfen.

  • Englischer Name: White trevallyWissenschaftlicher Name: Pseudocaranx dentexAzoreanische Bezeichnung: Encharéu

    Lebensraum: Schwärme an Küstenkaps, Inselhängen und Seebergen, die zwischen Riffrand und offenem Wasser wechseln.

    Auch xaréu und xaréu-bicudo sind verzeichnet; ähnliche Stachelmakrelen machen eine beiläufige Bestimmung nur nach Namen unzuverlässig.

    Regulierte Fischereiart. Zur Bestimmung Körperform und Flossendetails heranziehen, nicht nur den Volksnamen.

  • Englischer Name: Yellowmouth barracudaWissenschaftlicher Name: Sphyraena viridensisAzoreanische Bezeichnung: Bicuda

    Lebensraum: Küsten- und Hochseeschwärme über Fels- oder Sandgrund, an Riffrändern und Inselhängen.

    Gut etablierter azoreanischer Name, doch bicuda kann breit verwendet werden; wissenschaftlichen Namen auf Schildern beibehalten.

    Großen Wildfischen den üblichen Abstand lassen und sie nicht füttern. Fischerei- und Lebensmittelsicherheitshinweise müssen aus aktuellen amtlichen Quellen stammen.

  • Englischer Name: SwordfishWissenschaftlicher Name: Xiphias gladiusAzoreanische Bezeichnung: Espadarte

    Lebensraum: Ozeanischer Räuber, der täglich zwischen Tiefwasser und oberer Wassersäule wandert; selten eine zufällige Sichtung von der Küste.

    Agulhão ist auch in älterem azoreanischem Fischereimaterial belegt, kann sich aber mit Namen anderer Speerfische überschneiden.

    Bewirtschaftete wandernde Fischereiart. Vor Angaben zu Fangregeln oder Status aktuelle ICCAT-, EU- und Azoren-Maßnahmen prüfen.

Tiefenhang und Meeresboden (12)
  • Englischer Name: Blackspot seabreamWissenschaftlicher Name: Pagellus bogaraveoAzoreanische Bezeichnung: Goraz

    Lebensraum: Felsige Inselhänge und Seeberge; Jungfische können flacher leben, während Erwachsene meist tieferes Wasser nutzen.

    Peixão ist örtlich ebenfalls belegt, oft für ein großes Exemplar; es ist keine eigene Art.

    Das Azores Bioportal weist in seiner Schutzstatus-Ebene von 2022 Potenziell gefährdet aus. Es handelt sich um eine regulierte Tiefseefischerei; aktuelle Maßnahmen prüfen.

  • Englischer Name: Splendid alfonsinoWissenschaftlicher Name: Beryx splendensAzoreanische Bezeichnung: Alfonsim

    Lebensraum: Tiefe Inselhänge und Seeberge; Schwärme an steilen Strukturen weit unterhalb üblicher Sporttauchtiefen.

    Amtlicher azoreanischer Handelsname. Nicht mit imperador, Beryx decadactylus, zusammenlegen.

    Tiefseefischereiart, die durch wechselnde EU-/Azoren-Maßnahmen bewirtschaftet wird. Gewöhnlich in Fischerei oder Markt anzutreffen, nicht beim Schwimmen.

  • Englischer Name: AlfonsinoWissenschaftlicher Name: Beryx decadactylusAzoreanische Bezeichnung: Imperador

    Lebensraum: Tiefe Felshänge und Seeberge, meist außerhalb von Sporttauchtiefen.

    Alfonsino und alfonsim-da-costa-larga erscheinen ebenfalls in amtlichen/örtlichen Listen; imperador trennt ihn in diesem Führer am besten von Beryx splendens.

    Regulierte Tiefseefischereiart. Keine festen Fanggrenzen veröffentlichen, ohne die geltenden amtlichen Maßnahmen zu prüfen.

  • Englischer Name: Blackbelly rosefishWissenschaftlicher Name: Helicolenus dactylopterusAzoreanische Bezeichnung: Boca-negra

    Lebensraum: Tiefe felsige und schlammige Hänge; ruht oft grundnah weit unterhalb üblicher Schnorcheltiefen.

    Vermelho wird örtlich ebenfalls verwendet, ist aber weniger artspezifisch.

    Regulierte Fischereiart. Wie verwandte Drachenkopfartige besitzt er scharfe Stacheln und sollte nicht angefasst werden.

  • Englischer Name: Black scabbardfishWissenschaftlicher Name: Aphanopus carboAzoreanische Bezeichnung: Peixe-espada-preto

    Lebensraum: Meso- bis bathypelagisches Wasser an steilen Inselhängen, mit vertikalen Bewegungen durch die tiefe Wassersäule.

    Etablierter amtlicher portugiesischer Name; nicht mit peixe-espada-branco, Lepidopus caudatus, verwechseln.

    Tiefseefischereiart, normalerweise über Fänge oder Märkte statt im Unterwassertourismus anzutreffen. Aktuelle Fischereihinweise prüfen.

  • Englischer Name: Silver scabbardfishWissenschaftlicher Name: Lepidopus caudatusAzoreanische Bezeichnung: Peixe-espada-branco

    Lebensraum: Benthopelagisches und pelagisches Tiefenwasser an Inselhängen, meist weit unterhalb von Sporttauchtiefen.

    Talabarte ist ein dokumentierter azoreanischer Name; in der Fischerei womöglich geläufiger als bei Besuchern.

    Tiefseefischereiart. Ältere örtliche Führer erwähnen Fangveränderungen; daraus keinen unbelegten aktuellen Populationstrend machen.

  • Englischer Name: Common moraWissenschaftlicher Name: Mora moroAzoreanische Bezeichnung: Melga

    Lebensraum: Tiefer Inselhang nahe dem Grund, meist außerhalb von Sporttauchtiefen.

    Juliana erscheint in älterem Material für diese Art, doch amtliche azoreanische Fischlisten verbinden juliana eindeutiger mit Phycis blennoides.

    Vor allem eine Art für Tiefseefischerei oder wissenschaftliche Feldführer. Marktfisch nicht allein nach dem mehrdeutigen Namen juliana bestimmen.

  • Englischer Name: Greater forkbeardWissenschaftlicher Name: Phycis blennoidesAzoreanische Bezeichnung: Juliana

    Lebensraum: Schlammiger und sandiger Tiefenhang, gewöhnlich tiefer als der küstennahe Gabeldorsch Phycis phycis.

    Abrótea-do-alto ist ebenfalls eine amtliche/örtliche Form und wird weniger leicht mit Mora moro verwechselt.

    Tiefenboden-Fischereiart; aktuelle Regeln prüfen und nicht als gewöhnliche Schnorchelbegegnung darstellen.

  • Englischer Name: ForkbeardWissenschaftlicher Name: Phycis phycisAzoreanische Bezeichnung: Abrótea

    Lebensraum: Felshöhlen und Vorsprünge vom Küstenwasser bis zum Inselhang; überwiegend nachtaktiv und tagsüber verborgen.

    Abrótea-da-costa ist die präzisere amtliche/örtliche Form und unterscheidet ihn von Verwandten aus tieferem Wasser.

    Fischereiart; versteckte Fische ohne Belästigung durch Lampen beobachten und vor dem Fang die geltenden Regeln prüfen.

  • Englischer Name: European congerWissenschaftlicher Name: Conger congerAzoreanische Bezeichnung: Congro

    Lebensraum: Felsspalten, Höhlen und gemischter Grund von der Küste bis zum Inselhang; große Erwachsene nutzen eher tieferes Wasser.

    Safio ist ebenfalls in amtlichen azoreanischen Listen etabliert.

    Niemals aus der Hand füttern oder in sein Versteck greifen; ein großer Meeraal kann schwer zubeißen. Er ist außerdem eine regulierte Fischereiart.

  • Englischer Name: Atlantic wreckfishWissenschaftlicher Name: Polyprion americanusAzoreanische Bezeichnung: Cherne

    Lebensraum: Tiefe Felshänge, wrackähnliche Strukturen und Seeberge; Jungfische können sich nahe der Oberfläche an Treibgut halten.

    Cherne-americano ist die eindeutigere amtliche portugiesische Form.

    Das Azores Bioportal weist in seiner Schutzstatus-Ebene von 2022 Daten unzureichend aus. Langlebige, befischte Tiefenart; unbelegte örtliche Trendaussagen vermeiden.

  • Englischer Name: OilfishWissenschaftlicher Name: Ruvettus pretiosusAzoreanische Bezeichnung: Peixe-chocolate

    Lebensraum: Pelagisches Tiefenwasser und Gewässer an Inselhängen, verbunden mit Hochseehabitaten um Inseln und Seeberge.

    Escolar und chocolate sind in der EU-Datenbank ebenfalls zugelassene portugiesische Handelsnamen.

    Lebensmittelwarnung: Nach EU-Recht müssen Gempylidae einschließlich dieser Art Zubereitungs-/Garhinweise und eine Warnung vor Stoffen mit unerwünschten Magen-Darm-Wirkungen tragen.

Quellen und weiterführende Originalinformationen

Quellen und weiterführende Informationen

Atlantic Heritage · Criação Velha

Die Villa

Exklusive Nutzung, vier Schlafzimmer mit eigenem Bad, ganzjährig beheizter Infinity-Pool und Innen-Whirlpool für bis zu acht Erwachsene. Registrierung 1503/AL; die Leistungen richten sich nach der bestätigten Buchung.